Berichte 2012


Wiedersehen an Goldener Konfirmation

Sie wurden vor 50 Jahren konfirmiert

Seit zwölf Jahren wird jeweils im Lerchenfeld am Palmsonntag die Goldene Konfirmation gefeiert. Heuer leitete Pfarrerin Christina Barblan den Gottesdienst und wählte für die Predigt das Thema „Lebenswege“. Sie gedachte auch den sieben verstorbenen ehemaligen KonfirmandInnen.
Dreizehn JubilarInnen nahmen an diesem Anlass aktiv teil, denn jedes einzelne stellte sich vor und erzählte ein Stück seines Lebensweges.
Die Aussentreppe vor der Kirche diente schon vor fünfzig Jahren als Fotostandort, allerdings damals mit 41 KonfirmandInnen. Im Anschluss an die Feier traf sich die frohe Runde zum Mittagessen in einem Restaurant, an regem Gesprächsstoff fehlte es wohl kaum.

Ruth Zaugg

Weltgebetstag 2012

Unter der Leitung von Katechetin Barbara Hirzberger gestaltete eine Frauengruppe (Silvia Baumgartner, Barbara Heimberg und Tatjana Boss) einen eindrücklichen und abwechslungsreichen Gottesdienst im Gemeindesaal der Kirche. Im Kreis sassen 19 Zuhörerinnen und Zuhörer, hörten die Liturgie und beteiligten sich aktiv am Geschehen.

Frauen kämpfen in Malaysia für ihre Rechte und den Schutz der christlichen Minderheiten, und gegen die Ausbeutung der Armen, für den Schutz des Regenwaldes und gegen die Zerstörung der Landschaft durch Bau von Mega-Staudämmen aus Gewinnsucht. In einer Unterschriftensammlung gegen diese Bauvorhaben konnten sich die Anwesenden wie bei einer Initiative einschreiben.

Die gesammelte  Kollekte beträgt CHF 386.00 und soll zu Weiterbildung und Hilfeleistung medizinischer Grundversorgung benachteiligter Familien in Malaysia verwendet werden.

Paul Gerber


Die letzten Knechte der Schweiz

Gemeindenachmittag, 14. März um 14 Uhr im Gemeindesaal der Kirche

Die Verdingung ist wohl eines der dunkelsten Kapitel der Schweizer Geschichte, welches lange Zeit verdrängt wurde: Zwischen 1800 und 1950 waren hunderttausende Waisenkinder, Scheidungskinder oder unehelich geborene Kinder von den Behörden an Interessierte verdingt worden.  Bis anfangs 20. Jahrhundert wurden sie gar auf einem Verdingmarkt versteigert! In einigen politischen Gemeinden der Schweiz soll diese Praxis noch nach 1950 üblich gewesen sein. Manchmal wurden Kinder auch wohlhabenden Familien zugeteilt, oft gegen deren Willen. Die meisten allerdings verdingte man auf Bauernhöfe, wo sie als billige Arbeitskräfte dienen mussten. Für viele war es ein hartes Schicksal. Im SF-Dokumentarfilm „ Die letzten Knechte der Schweiz“ erhalten wir Einblick ins Leben der Knechte Hansruedi Blunier, Paul und Franz. Sie erzählen aus ihrem Leben und wie sie ihren Lebensabend verbringen. Anschliessend an den Film kommen Zeitzeugen zu Wort.

F. Lüber

Hansruedi Blunier