«Siehe, nun schaffe ich Neues, schon sprosst es, erkennt ihr es nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.» Jesaia 43,19
Seelsorge - ein besonderer Dialog
Seelsorge gehört seit jeher zum Grundauftrag von Kirche und PfarrerInnen. Seelsorge geschieht, wenn ein Mensch seine Sorgen und Ängste des Lebens mit jemandem teilen kann und dadurch Trost erfährt, sich nicht alleine weiss und so Hoffnung und neue Zukunftsperspektiven entwickelt. Der/die SeelsorgerIn nimmt im hörenden und beratenden Gespräch, zu Hause oder im Pfarrhaus, am Leben von Menschen in ihren je eigenen Lebenslagen teil. Dabei können Geschichten und Worte der Bibel wie auch Gebets- und Segenshandlungen miteinbezogen werden. Sie lassen das seelsorgerliche Gespräch unter Menschen geschehen im Geiste Gottes, der zu neuen Erkenntnissen führt und zu neuen Erfahrungs- und Entwicklungsschritten ermutigt.
SeelsorgerInnen unterstützen Menschen auch in akuten Existenzkrisen und stellen, wenn geboten, Fachpersonal zur Seite: Eheberatung, Sozialdiakonie, Spitalpfarramt, Gefängnisseelsorge, Arzt/Psychotherapeut/Psychiater ua.
Das müssen Sie wissen:
Wer ist mein/e SeelsorgerIn?
Erste Anlaufstelle ist das Pfarramt Ihrer Kirchgemeinde (Pfarrkreises), in welcher Sie wohnen. Die PfarrerInnen kommen auf Wunsch zu Ihnen nach Hause oder empfangen Sie in ihren Amtsräumen. Gerne dürfen Sie sich aber auch an andere PfarrerInnen wenden, die Sie vielleicht von früher her besser kennen als Ihren OrtspfarrerIn; zB. Ihr Unterweisungs-, Trau-, oder TaufpfarrerIn.
Wann suche ich mir (m)einen SeelsorgerIn?
Wenn ich einen Gesprächspartner suche der zuhört, wenn Existenz- und Sinnfragen neu aufbrechen, vor oder nach Neuorientierungen und Weichenstellungen im Leben, bei Krankheit und Verlusten, mit denen ich nicht alleine fertig werde oder in akuten Krisen.
Was geschieht in der Seelsorge?
Seelsorge geschieht im ein- oder mehrmaligen Gespräch, in dem auch Gebete, Bibelworte und persönliche rituelle Handlungen wie zB. Segnungen, Abendmahl ua. Vollzogen werden können. Was im seelsorgerlichen Gespräch gesagt und getan wird unterliegt der absoluten Schweigepflicht des/r PfarrerIn.